Kaninchen-Krankheiten

RVHD 2 (Rabbit Viral Hemorrhagic Disease 2)

Eine Erkrankung, die erstmals 2010 in Frankreich schriftlich festgehalten wurde. 2013 traten erste Fälle in Deutschland auf. Die RVHD 2 ist eine zu 100% tödliche verlaufende Kaninchenseuche. Verursacher ist ein weiterentwickelter Virus.

Jungkaninchen können ab der 4 Woche erkranken.

Die Inkubationszeit:

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt 1-2 Tage.

Der Krankheitsverlauf:

  1. Perakuter Verlauf:
    Eine extrem schnell verlaufende, tödliche Intoxikation durch Clostridium novyi Typ B, ( Hepatitis ) und einer den ganzen Körper betreffende Gerinnungsstörung. Hohes Fieber , bei 10-20% der Tiere zu blutigem Nasenausfluss. , Nestlinge ab 4 Wochen können befallen werden, ebenfalls auch Feldhasen. Nach experimenteller Infektion von Kaninchen verendeten 100% der Tiere innerhalb von 2 Tagen.

Ansteckungswege

Behandlung

Da eine Behandlung der Erkrankung nicht möglich ist, Cuvinak RHD und RIKA-VACC RHD schütz nicht vor Infektionen und möglichweise Virusausscheidungen, jedoch vor schweren, tödlichen Verläufen einer RHDV-2 Infektion Empfehlung : Abweichend von der bestehenden Impfleitlinie für Kleintiere wird daher Empfohlen, - Kaninchen zum frühestmöglichen Zeitpunkt ( siehe Herstellerangaben) durch eine zweimalige Applikation eines der genannten, einwertigen Vollantigenimpfstoffe im Abstand von 3 Wochen für eine Grundimmunisierung und - Die Tiere anschließend alle 6 Monate erneut zu impfen

RVHD (Rabbit Viral Hemorrhagic Disease)

Eine Erkrankung, die erstmals 1984 in China beobachtet wurde. 1988 traten bereits erste Fälle in Deutschland auf. Die RVHD ist eine meist zu 100% tödliche verlaufende Kaninchenseuche. Verursacher ist ein Virus.

Jungkaninchen erkranken vor einem Alter von 5-6 Wochen in der Regel nicht.

Die Inkubationszeit:

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) beträgt 1-3 Tage.

Der Krankheitsverlauf:

Es gibt drei Verlaufsformen:

  1. Perakuter Verlauf:
    plötzlich eintretender Tod mit Erstickungskrämpfen, blutiger Schaum tritt aus den Nasenöffnungen.
  2. Akuter Verlauf:
    erste Symptome zeigen sich am 2.-4. Tag nach Ansteckung, zunehmende Unruhe, Atembeschwerden, Röcheln, Fieber. Der Tod tritt in Agonie oder wiederum in Erstickungskrämpfen ein. Es zeigt sich auch hier blutiger Schaum.
  3. Milder Verlauf:
    Vorübergehende leichte Benommenheit, Fressunlust, Erholung innerhalb wenige Tage möglich.

Ansteckungswege

  • Vom krankem zum gesunden Kaninchen
  • über Gegenstände, an denen der Virus haftet
  • Insekten als Überträger
  • Aufnahme von mit dem Virus verunreinigtem Futter

Behandlung

Da eine Behandlung der Erkrankung nicht möglich ist, kommt der Schutzimpfung eine große Bedeutung zu. Ab einem Alter von 6 Wochen kann geimpft werden. Der Impfschutz hält 9-12 Monate an. Die Impfung bleibt wirkungslos bei bereits erkrankten Tieren.

Bei erkrankten Tieren bleibt meist nur die Tötung, da es keine Gegenmittel gibt. Anschließend müssen die Ställe desinfiziert und verbliebene, gesunde Tiere geimpft werden.

Es besteht Impfpflicht bei Ausstellungstieren.